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Was sind Autismus-Spektrum-Störungen?

Bei Autismus-Spektrum-Störungen (kurz auch ASS) handelt es sich um tiefgreifende Entwicklungsstörungen, der komplexe Störungen des zentralen Nervensystems, insbesondere im Bereich der Wahrnehmungsverarbeitung zugrunde liegen. In ihrem Mittelpunkt stehen schwere Störungen der sozialen Interaktion und Kommunikation sowie ein eingeschränktes Repertoire an Interessen und der Gebrauch von stereotypen Handlungen. Hinzu kommen zahlreiche Verhaltensauffälligkeiten, die besonders für die Eltern im alltäglichen Umgang mit ihren Kindern sehr belastend sein können. Autismus ist nach heutigen Erkenntnissen genetisch bedingt, wobei andere Faktoren (z. B. gravierende Infektionskrankheiten der Mutter während der Schwangerschaft wie Röteln) hinzukommen müssen, um die Entwicklungsstörung auszulösen.

Formen von Autismus

Wie der Begriff Autismus-Spektrum-Störung andeutet, handelt es sich um ein Spektrum, mit Unterschieden in Bezug auf die verschiedenen Aspekte der Störung. Die diagnostischen Kriterien sind in der ICD 10 der WHO konkretisiert.

In der Regel werden zwei Hauptgruppen unterschieden: der Frühkindliche Autismus (oder Kanner-Syndrom) und das Asperger-Syndrom.

Darüber hinaus werden der Atypische Autismus und der High–Functioning Autismus sowie weitere ähnliche frühkindliche Entwicklungsstörungen (z. B. das Heller-Syndrom) beschrieben.

Häufigkeit

Insgesamt gehen die Schätzungen zur Häufigkeit der Autismus-Spektrum-Störungen weit auseinander. Sie reichen von 6 bis 7 bis zu 15 bis 25 Personen auf 1000 Personen. Von der Störung sind Jungen häufiger betroffen als Mädchen.

Zur Häufigkeit von Autismus-Spektrum-Störungen
Alle autistischen Spektrumstörungen: 6-7 pro 1000
Frühkindlicher Autismus: 1,3-2,2 pro 1000
Asperger-Autismus: 1-3 pro 1000
Andere tiefgreifende Entwicklungsstörungen: 3,3 pro 1000
(Quelle: Bundesverband Autismus Deutschland e.V.)

Ausgehend von einer Prävalenz von 6 bis 7 : 1000 Menschen ergibt sich für das Land Brandenburg eine Anzahl von ca. 17.500 Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen.

Es wird von einer erheblich größeren Dunkelziffer ausgegangen.

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